Venison Steaks (Quelle: FotoosVanRobin, CC-BY-SA 2.0)

Klonfleisch aus USA auf Umwegen auch in Deutschland – Nahrungsmittel werden immer künstlicher

Share

Von Raphael B. Ebler - Cognito-Magazin.de - Es ist der Vorbote des im Raum stehenden TTIP Freihandelsabkommen. Klonfleisch aus den USA. Unter TTIP ist wohl kaum zu verhindern, dass auch genetisch veränderte Tierprodukte und Pflanzen aus den USA regelmäßig und im Übermaß auf den europäischen Märkten landen. Doch schon jetzt wurde bekannt, dass Fleisch von gelonten Tieren bereits in vielen Produkten auch in den deutschen Supermärkten landet.

Klonfleisch, also das Fleisch geklonter Tiere ist generell in Deutschland nicht für die Lebensmittelproduktion zugelassen. Dennoch werden vermehrt Nachkommen von in den USA geklonten Tieren auch in Europa verarbeitet. Auch Teile bereits zerlegter Tiere sind nur schwer zurückzuverfolgen, insbesondere wenn Sie bereits verarbeitet wurden. Eine Kontrolle ist somit schwierig und so gelangen immer wieder tierische Produkte aus Klonherstellung in Würstchen oder anderen tierischen Nahrungsmitteln in den Handel.

Venison Steaks (Quelle: FotoosVanRobin, CC-BY-SA 2.0)

Venison Steaks (Quelle: FotoosVanRobin, CC-BY-SA 2.0)

Ob und welche Gefahren von geklonten Tieren beim Verzehr ausgehen ist noch nicht gut erforscht, ebenso wie die Folgen des Verzehrs genetisch veränderter Lebensmittel.

In den USA ist die Produktion von Klonfleisch und die Verarbeitung von gentechnisch veränderten Produkten, vorallem Mais, in Lebensmitteln mittlerweile Gang und Gebe. Viele Klontiere leiden an Missbildungen und Krankheiten, landen aber trotzdem in den Regalen der Supermärkte.

Anders als in Europa kommen in den USA immer wieder Produkte auf den Markt, deren Auswirkungen bei Verzehr und Anwendung nicht ausreichend erforscht worden sind. Es gilt die Devise erstmal zulassen und schauen was passiert und im Zweifel oder bei nachgewiesenen negativen Auswirkungen werden von den Herstellern Klagen mit Hilfe von Schadensersatzzahlungen abgegeolten.

Anders ist dies derzeit noch in Europa: Hier müssen Lebensmittel sowie chemische und biologische und pharmazeutische Produkte zuerst langwierig auf deren Auswirkungen getestet werden. In Europa obliegt es dem Hersteller, die Unschädlichkeit zu beweisen. In den USA ist die Beweispflicht umgekehrt. Dort müssen die Behörden nachweisen, dass neue Produkte schädlich sind, um sie dann ggf. vom Markt nehmen zu können.

Unter TTIP soll das amerikanische System auch nach Europa kommen. Einer Schwemme von Klonfleisch, Chlorhühnchen und Genmais ist somit vorprogrammiert.

Besonders im Bereich der Lebensmittel ist der Trend zu künstlich hergestelltem Fleischersatz und gentechnisch veränderten Produkten in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Immer mehr Hersteller benutzen für Fertiggerichte, Wurst und andere Produkte zumindest gesundheitlich fragwürdige Zusätze und Ersatzzutaten, um die teuren richtigen Zutaten zu ersetzen.

Insbesondere in der Fleischindustrie wird vermehrt auf Fleischersatz und Streckungsmittel gesetzt.
Auchd ie übermässige Anwendung von Medikamenten und Antibiotika ist bedenklich. In der konventionellen Massentierhaltung gibt es kaum ein Tier, das nicht schon als Baby Unmengen von medikamenten und Antibiotika verabreicht bekommt. Hinzu kommen Impfungen gegen allerlei Tierseuchen. Diese sammeln sich in den Tieren und damit im Fleisch an und werden so auch von den Konsumenten verzehrt.

Doch auch pflanzliche Nahrungsmittel sind von dem Trend betroffen. Hier werden beispielsweise immer mehr Pestizide und Düngemittel eingesetzt. Auch diese werden mit dem Verzehr von den Menschen konsmiert. Nachgewisenermaßen kann ein übermässiger Verzehr zu langfristigen Organschäden und Krankheiten führen.

Bedenklich bei Fleisch und Pflanzen ist die fehlende Deklarationspflicht für viele der Aufzucht verwendeten Stoffe sowie die für den Verbraucher nicht nachvollziehbaren Herkunft vieler Produkte. Hier wird die ursprünglichen Herkunft oft durch verlagerte Produktionsprozesse verschleiert. Eine Gesetzeslücke macht es möglich dass so ein völlig anderes Herkunftsland angegeben werden kann, wenn Produkte beispielsweise in einem anderen Land verarbeitet werden. Dies macht es für den Verbraucher nahezu unmöglich nachzuvollziehen, woher gekaufte Lebensmittel stammen und was diese alles beinhalten.

Letztlich gibt es nur eine wirkliche Methode um sich den immer künstlicher werdenden Lebensmitteln zu entziehen: Eigenanbau. Für viele Menschen ist dies jedoch nicht praktikabel, da sie nicht über einen ausreichend großen Garten verfügen oder Ihnen das Know-How zum Eigenanbau fehlt. Auch diverse Gesetze schränken das Recht auf die eigene Produktion immer weiter ein und erhöhen somit die Abhängigkeit von den industriell produzierten Produkten.

Wer sich gesund ernähren will, sollte sich informieren, wo man regionale und hochwertige Produkte kaufen kann, z.B. auf dem Bauernmakrt vor Ort. Auf die Herkunfts- und Inhaltsangaben auf den Lebensmitteln im Supermarkt sollte man sich hingegen nicht verlassen.

_____________________________________________________________

HIER KÖNNTE IHR WERBEBANNER SEIN!
>> Informieren Sie sich über unsere Werbekonditionen!
_____________________________________________________________

Weitere Beiträge des Cognito Magazin:

Share